Widerspruch Mahnbescheid

Vorsicht: Die Mahngerichte überprüfen die Forderung nie auf ihre Richtigkeit, d.h. es kann durchaus sein, dass eine Privatperson, ein Inkassodienstleister oder Rechtsanwalt, einen unberechtigten Mahnbescheid beantragt. Mahnbescheide werden im automatisierten gerichtlichen Verfahren verschickt. Zuerst muss man die Angaben des Schuldners und die Höhe der Schulden eintragen. Danach erhält man vom zuständigen Gericht eine Vorschussrechnung, die der Gläubiger vorher einzahlen muss. Sobald diese Kosten durch den Antragsteller beglichen worden sind, verschickt das Gericht einen Mahnbescheid.

Wiederspruch innerhalb von 14 Tagen

Nun hat der Antragsgegner (Schuldner) nach Zustellung des Mahnbescheides zwei Wochen lang Zeit, die Forderung entweder zu begleichen oder Widerspruch einzulegen. Es empfiehlt sich, den vom Gericht mitgeschickten Vordruck für den Wiederspruch zu verwenden. Allerdings reicht ein formloser schriftlicher Wiederspruch aus.

Mahnverfahren

Das Mahnverfahren ist mit der Einlegung des Widerspruchs beendet. Sofern der Antragssteller / Gläubiger seinen vermeintlichen Anspruch weiterverfolgen möchte, muss ein streitiges Verfahren durchgeführt werden. Dies wird in der Regel vor dem Zivilgericht entschieden, sprich der Antragssteller muss Klage einreichen.